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Krise | txtblog

Tag-Archiv für Krise

Die Welt und ich (20): Zwanzig.

Man glaubt es kaum, wie die Zeit vergeht. Jetzt schreibe ich diese Verhöhnung einer Wochenrückschau schon zum zwanzigsten Mal - da muss ich gleich persönlich anfangen. Und zwar, indem ich bekanntgebe, dass ich meine Blog-Blockade wohl überwunden habe, es schreibt sich recht leicht, ich musste mich zwingen, diese Woche nicht mehr zu schreiben, um mich der wichtigen Aufgabe, die mir bevorsteht zu widmen.

“Zwanzig” ist natürlich ein dummer Titel, insbesondere wenn der folgende Text keinerlei Bezug darauf nimmt - aber ich beabsichtige es nicht.

Ist nämlich einfach Folge 20. Und ansonsten inhaltsleer, da ich nicht die Zeit oder Muße habe, noch mehr zu schreiben.

Hinweisen will ich nur noch auf den m.E. bemerkenswerten Rücktritt des Wirtschaftsministers des nördlichsten, deutschen Bundeslandes - in dem ich zufällig lebe. Ich zitiere:

„Ich kann die Maßnahmen zur Sanierung der HSH Nordbank nicht länger mittragen, da sie auch in der Öffentlichkeit und in der Wirtschaft nicht vermittelbar sind“

– Marnette laut Reuters / Focus Online

Auch sonst sehr interessant, sollte man lesen. Ich kann den Schritt jedenfalls nachvollziehen, auch wenn man böszüngig sagen könnte: “Die Ratten verlassen das sinkende Schiff.”

Bis nächsten Sonntag.

Aktuelle Kamera: 60 Jahre DDR


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mal wieder. Großartig

Zoomer wird vom Netz genommen

Schön ist es ja nie, wenn Web-Experimenten, die nicht gänzlich schlecht waren, der Geldhahn zugedreht wird, wie es jetzt mit Holtzbrincks Internetportal Zoomer passiert.

Aber andererseits: Ich war allenfalls mal auf der Seite, um mir Videos von MC Winkel anzusehen.

Meine Trauer könnte größer sein. Und irgendwie kam das nach der WatchBerlin-Geschichte nicht ganz unerwartet.

Man muss immer die schönen Seiten sehen.

So auch bei der momentanen Finanz- Weltwirtschafts- Menschheits-Krise:

Johannes Kreidler: Charts Music (2009)

(YouTube Direktlink, via nerdcore)

Vertonte Aktienkurse, unter Zuhilfenahme von Microsoft Songsmith.

Die Welt und ich (7): Stillstand

Nichts geschehen. So kommt es mir jedenfalls vor. Die Woche über wird gelernt, zur Unterbrechung mal gefeiert. Dann macht man noch dies und das, hält sich am Leben und seine Sachen in Ordnung. Aber ändert sich dadurch irgendetwas, in signifikanter Weise? Wenn ihr mich fragt, nein, nicht.

Dann gibt es da noch die Welt da draußen. Was geschieht da? Nun, die SPD zerfleddert sich weiter mit aller Kraft, die Union versucht das ein wenig zu imitieren, keiner weiß, was man gegen die Finanzkrise, die sich - da sind sich immerhin viele einig - in eine Weltwirtschaftskrise transformiert, tun kann oder soll.
Ja, so ist das. Vielleicht setze ich das hier morgen fort, wenn mir dann was besseres einfällt als jetzt gerade im Moment. Abwarten.

Geht das Web 2.0 drauf?

Web 2.0, ein klassisches Hype-Buzzword - könnte man sagen. Blogs! Social Networks! Noch vor etwa einem Jahr hieß es überall, dass die Gefahr einer neuen Blase nicht drohen würde, das alles sehr vernünftig sei und ich muss sagen, mich hat die damalige Euphorie auch ein wenig mitgerissen.1 Mag auch sein, ich habe nicht die Zeit, um mir die Mühe zu machen das ernsthaft zu recherchieren. Kritische Stimmen fragten von Anfang an, wo denn das Geschäftsmodell sei.

Werbung war oft die Antwort, man glaubte, die Werbebranche floriere ewiglich. Nun, scheint so, als hätte es da mal wieder jemand mit seiner linearen Trendextrapolation übertrieben, bzw. nicht weiter nachgedacht oder vergessen, dass die wirtschaftliche Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte kein Aufwärts ohne Abwärts kannte.

Immer wieder entstehen Blasen, selbst wenn es nicht so sichtbar ist. Wenn man sagt, dass das Web 2.0 keine Blase war und ist, dann gab es immerhin eine Art Werbeblase. Und wenn man so weit gehen würde, dass das auch nicht stimmt, dann war es wohl die Subprimekrise Bankenkrise Krise der globalen Finanzmärkte.

Ja, man kann das ganze vielleicht so ganz einfach fassen: Da das Vertrauen zwischen den Banken und der Realwirtschaft nicht mehr stimmt, ist sich keiner der eigenen Liquidität mehr sicher und sieht zu, wo er cost cutting betreiben kann, und was nimmt man da: Werbung. Auch wenn das vielleicht auf eine “geringe Marktorientierung der Unternehmen” hinweist (denn wer sagt, dass es bei der Absatzkrise in der Automobilbranche bleibt)2, ist es doch eine logische Sache.

Und wozu führt das? Google überarbeitet seine Werbemodelle, die SZ( 3 kürzt (via) und WatchBerlin4 macht ganz zu. Für die gibt es leider kein Bail-Out.

Ja, die Rezession. Aber da wir alle wissen, dass schlechte Erwartungen laut mancher makroökonomischer Theorie nur die Krise verschärfen, hoffen wir dennoch einfach mal das Beste und bleiben dabei am Besten am Boden.

[txtblog macht übrigens nicht dicht.]

  1. Wobei ich den Begriff Web 2.0 immer dusselig fand, die große Neuheit der Social Networks ab einem gewissen Punkt in Frage stellte (”Ist es nicht ein Forum mit anderer Navigation, sprich weg von den Inhalten, hin zu den Personen?” und vor allem von den technischen Begleiterscheinungen wie AJAX fasziniert war.
  2. Andererseits: Gegen die Krisendynamik “an zu werben”, dürfte auch schwierig und vor allem “kostenintensiv” sein ;-).
  3. Die ist nicht gerade Web2.0 (obwohl, jetzt.de und so..), aber dennoch abhängig von Werbung
  4. Man mag von diesem Portal halten was man will, ich fand manche Inhalte ganz gut, aber den Aufbau/die Machart der Seite immer schrecklich..

Die Welt und ich (1) - Finanzkrise

Zum ersten Mal, seit dem es dieses Blog wieder gibt, besteht so akut die Notwendigkeit etwas Politisches zu Schreiben, dass ich es nicht unterlasse. Nebenbei ist dies ein Auftakt für eine wöchentliche, sonntägliche Kolumne - ausnahmsweise zum Start mal an einem Dienstag.

Der Titel sagt es: Finanzkrise. Vergiss Terror, so heißt es, das ist viel schlimmer. Finanzkrise. Banken ächsen und stöhnen und alle die, die in den letzten Jahren und Jahrzehnten nach freieren Märkten schrien und versuchten, den Staat wegzujagen aus seinen Territorien, schreien jetzt genau nach Selbigem. Aber scheint kein hündisches Hilfsgesuch zu sein, sondern eher eine Forderung.
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