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Als ich gestern im Fernsehen die Meldung “Aigner verbietet MON 810″ sah, habe ich mich, das muss ich ganz ehrlich gestehen, gefreut. Der Nachsatz des ZDF-Nachrichtensprechers “Für den Hersteller Monsanto ist das ein schwerer Schlag” rief bei mir dann aber nur Kopfschütteln hervor.
Warum? Irgendwie meinte ich mich zu entsinnen, dass Monsanto ein globaler Konzern ist und der deutsche Agrarmarkt für Genmais kann eigentlich nicht so groß sein - solang aus dem deutschen Verbot nicht weitere folgen. Aber: Warum ist das dann ein “schwerer Schlag”?
Also machte ich eben mich ein wenig an die Google Sucheingabe, Recherche. Zuerst auf der Monsanto-Webseite, die es (wenn ich mich nicht verzählt habe) in Versionen für 61 Länder gibt. Also doch ein “Global Player”. Ein Gentechnik-Unternehmen mit Gen-Freier Kantine.Weiterlesen von ‘MON 810. Eine Debatte, bitte!’
Ja, ich weiß, es ist Mittwoch. Und ich hätte schon seit Montag Zeit gehabt, eine neue Folge dieser Serie abzuliefern. Aber: Ich musste erst mal entspannen.
Denn ich habe eine Klausur geschrieben (und mit > 99% Sicherheit bestanden), die mich über ein Jahr lang auf eine gewisse Weise belastet hat. Die mich unentspannt gemacht hat, insbesondere zuletzt, weil es bei der Klausur nicht nur um die Klausur an sich ging.
Was macht man also so, wenn man als glücklicher Student weiß, dass man genau eine Woche hat, bis der Wahnsinn in Form des nächsten Semesters wieder los geht? Ich kann´s nicht beantworten, ich kann nur für mich sprechen: Ich habe zunächst mal einen 11er-Kasten Bier besorgt und kaltgestellt, um mit freundlichen Leuten aus dem Wohnheim am Abend ein Bier zu genießen. Gut, wie der Zufall es wollte, begann der Abend dann schon um 13 Uhr, aber was soll´s. Weiterlesen von ‘Die Welt und ich (21): Entspannungspolitik’
Man glaubt es kaum, wie die Zeit vergeht. Jetzt schreibe ich diese Verhöhnung einer Wochenrückschau schon zum zwanzigsten Mal - da muss ich gleich persönlich anfangen. Und zwar, indem ich bekanntgebe, dass ich meine Blog-Blockade wohl überwunden habe, es schreibt sich recht leicht, ich musste mich zwingen, diese Woche nicht mehr zu schreiben, um mich der wichtigen Aufgabe, die mir bevorsteht zu widmen.
“Zwanzig” ist natürlich ein dummer Titel, insbesondere wenn der folgende Text keinerlei Bezug darauf nimmt - aber ich beabsichtige es nicht.
Ist nämlich einfach Folge 20. Und ansonsten inhaltsleer, da ich nicht die Zeit oder Muße habe, noch mehr zu schreiben.
Hinweisen will ich nur noch auf den m.E. bemerkenswerten Rücktritt des Wirtschaftsministers des nördlichsten, deutschen Bundeslandes - in dem ich zufällig lebe. Ich zitiere:
„Ich kann die Maßnahmen zur Sanierung der HSH Nordbank nicht länger mittragen, da sie auch in der Öffentlichkeit und in der Wirtschaft nicht vermittelbar sind“
Auch sonst sehr interessant, sollte man lesen. Ich kann den Schritt jedenfalls nachvollziehen, auch wenn man böszüngig sagen könnte: “Die Ratten verlassen das sinkende Schiff.”
Eher zufällig bin ich auf diesen ArtikelMaxim Billers in der FAZ gestoßen, der von einer Ossifizierung des Westens spricht.
Ich stimme dem Artikel nicht in jeder Hinsicht zu,1 aber was der Artikel u.A. liefert, ist eine Erklärung für den Untertanismus der Deutschen, für mich ohne Frage tödliches Gift für eine wahre Demokratie: Mangelnde Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit. Wer jetzt meint: “Untertanismus, seh ich nicht so, kenn ich nicht”, der höre nur einmal genauer hin, was seine Mitmenschen und Mitbürger so reden, wenn der Tag lang ist. Wenn einmal die Wendung “die da Oben” fällt, dann ist das ein Fall von Untertanismus, wie ich es nenne. Man könnte es auch Unterwerfungslust nennen, aber das wäre in vielen Fällen wohl nicht so treffend.
Aber zurück zur Aufarbeitung jener Vergangenheit: Es ist dazu noch nicht zu spät. Zwischen 1945 und 1968 lagen auch 23 Jahre und die sind seit 1989 noch nicht vergangen. Da kann noch eine Welle kommen. Da muss noch eine Welle kommen. Wird da noch eine Welle kommen? Weiterlesen von ‘Ossifizierung des Westens’
Ich teile den Kommunistenhass nur partiell, und den Ossivampirismus stelle ich in Frage… ↩
– Theo Waigel bei Beckmann. Ist mehr oder weniger “live”.
Jetzt das, was ich eigentlich schreiben wollte:
Eben Fernsehprogramm geöffnet. Dann im Netz geschaut, was wo kommt. Gewundert, dass bei ZDF nicht Kerner stand. Hätte wirklich gedacht, Kerner zu gucken und nicht Beckmann. Beides der gleiche Schrott..
[Ein Resultat des Konsums der heutigen ARD-Sendung "Anne Will".]
Frau Dr. Merkel ist, da werde ich wohl offene Türen einrennen, eine Technokratin. Das hat jetzt nichts mit der Musikrichtung zu tun, sondern mit einem gewissen Mangel an Vermittlung der Gründe, wegen derer man so oder anders handelt, der vielleicht durch eine Qualität im Finden von Problemlösungen ausgeglichen wird.
Das ist nicht sehr populär, aber an sich keine Schwäche. Aber es führt zu Problemen, wenn quergeschossen wird. Und das geschieht, da es in der Politik um Macht geht (und Macht nun mal süchtig macht, wie jede andere Droge), nicht nur in der CDU. Wenn Frau Dr. Merkel sagt, dass die CDU konservativ, christlich-sozial und liberal ist, dann hat sie damit Recht und es zeigt, dass diese Partei genau wie die SPD (wenn nicht noch mehr) das Potential zu einem Hühnerhaufen hat.
Und da ist die Frage, inwiefern nur lächeln da hilft. Es mag an der Basta-Politik ihres Vorgängers legen, das man das nicht so ganz glauben will.
Aber warten wir ab bis zur Wahl. Ich rechne ja trotz Allem mit einer Regierung der sogenannten “bürgerlichen Mitte”.