Monthly Archive for Januar, 2009

Man muss immer die schönen Seiten sehen.

So auch bei der momentanen Finanz- Weltwirtschafts- Menschheits-Krise:

Johannes Kreidler: Charts Music (2009)

(YouTube Direktlink, via nerdcore)

Vertonte Aktienkurse, unter Zuhilfenahme von Microsoft Songsmith.

Die Welt und ich (13)

Wieder ist eine Woche vergangen und ich überlege mir wieder, statt einem ordentlichen Rückblick generelles Geschwafel anzubringen - wie letzte Woche.
Zwar ist Barrack Obama nun Präsident der USA, was schon zu viel allgemeiner Begeisterung geführt hat, nur noch getoppt durch die Begeisterung über seine ersten Amtshandlungen, etwa die Anordnung der Schließung Guantanamos oder die neue Website des Weißen Hauses, aber mal ganz im Ernst: So ein richtiger Begeisterungssturm will bei mir dennoch nicht losbrechen, wenn gleichzeitig in Pakistan Zivilisten umkommen.

Medial verfolge ich die Welt derzeit kaum, wer hat schon Zeit zum Fernsehen, wenn er zur Einschlafvorbereitung auch “Yes Minister” oder “Yes, Prime Minister” gucken kann. Dennoch hat die Aufregung über Oliver Pochers Stauffenberg/Tom Cruise-Persiflage mich erreicht und ich muss gestehen, dass ich diese nicht ganz verstehe. Mr Cruise wird man ja wohl noch auf die Schüppe nehmen dürfen und was den Herrn von Stauffenberg angeht, so besteht diesbezüglich ja in der letzten Zeit erhöhte Geschichtsklitterungsgefahr. Denn bloß weil jemand gegen Hitler war, ist diese Person ja nicht gleich Demokrat, nein, man muss noch nicht mal zwangsläufig Antifaschist sein.
Klar, man begibt sich damit in den “Was wäre wenn?” Bereich, in diesem speziellen Fall in den “Was wäre wenn das Attentat funktioniert hätte?”, aber es ist in der historischen Forschung wenig umstritten, dass die Herren Putschisten nicht gerade vorhatten, einen demokratischen Staat zu errichten, eher eine Militärdiktatur. Man braucht sich dazu nur den Eid der Verschwörer zitieren, den Claus Schenk Graf von Stauffenberg mit seinem Bruder ausarbeitete:

„Wir bekennen uns im Geist und in der Tat zu den großen Überlieferungen unseres Volkes, die durch die Verschmelzung hellenischer und christlicher Ursprünge in germanischem Wesen das abendländische Menschentum schufen. Wir wollen eine Neue Ordnung, die alle Deutschen zu Trägern des Staates macht und ihnen Recht und Gerechtigkeit verbürgt, verachten aber die Gleichheitslüge und fordern die Anerkennung der naturgegebenen Ränge. Wir wollen ein Volk, das in der Erde der Heimat verwurzelt den natürlichen Mächten nahebleibt, das im Wirken in den gegebenen Lebenskreisen sein Glück und sein Genüge findet und in freiem Stolze die niederen Triebe des Neides und der Mißgunst überwindet.“

– Quelle: Eberhard Zeller, Geist der Freiheit. Der 20. Juli. München 1963, S. 489 f, via: Wikipedia

Die Frage, ob aus den ganzen Plänen aufgrund der Kriegssituation etwas hätte werden können, schenke ich mir aber an dieser Stelle.

Weiter im Text. Die Finanzkrise, äh, Weltwirtschaftskrise. Ein leidiges Thema, ich weiß, hat etwas von einer Seuche, die jede Woche schlimmer wird, egal wie groß die Milliardensummen sind, die bewegt werden. Fast möchte man sich die Frage erlauben, ob es nicht besser wäre, die Stimmung bis ins Bodenlose fallen zu lassen und dann zu versuchen… Das Problem ist nur: Es geht dabei ja ganz real um menschliche Existenzen, nicht nur um Zahlen. Und ob man aus einer weltweiten Massenarbeitslosigkeit so einfach wieder heraus kommt, ist eine Frage, die nicht allzu einfach zu beantworten ist. Und das ist wohl auch der Punkt, an dem die Politik ansetzen muss: Verhinderung von Elend, möglichst auch Verhinderung von Arbeitslosigkeit - aber nicht um jeden Preis. Börsenkurse werden wohl die nächsten 3 Monate tendenziell weiter fallen, wage ich mal zu unken. Wer also Kapital hat, hat die Möglichkeit, sich in der Krise ein Imperium aufzubauen. Ja, es gibt immer Gewinner. Die Einen verlieren ihre private Altersvorsorge, die Anderen schaffen sich ein formidables Auskommen.

Die Systemfrage, auch wenn man derzeit in vielen, vorwiegend linken Publikationen davon liest, wird jedoch, da bin ich mir sicher, nicht ernsthaft (also so, das Folgen daraus resultieren würden) gestellt werden. Da kann Kenneth E. Boulding noch myriaden mal mit seinem Ausspruch

“Anyone who believes exponential growth can go on forever in a finite world is either a madman or an economist.”

zitiert werden, ändern wird das nichts.

Das klingt jetzt vielleicht zynisch, aber es ist nicht so gemeint, es ist vielmehr eine Feststellung: Mit (ver)ängstlichen Menschen, visionsfreien, aalglatten Politikern und Medien, die so sind, wie sie sind, kann man keine Veränderungen herbeiführen, insbesondere nicht, wenn es keiner will.

Überhaupt, zu große Umwälzungen sind aufgrund ihrer Eigendynamik und der oft mit ihnen einhergenden Gewalt keine in irgendeiner Art erstrebenswerte Handlungsalternative. Ein neues Geldsystem hingegen, etwa ein Zentralbanksystem nach den Vorschlägen Keynes’1, wäre vielleicht eine gute Veränderung - aber wie gesagt: Ich glaube nicht an Veränderungen.

Man wird also sehen, wozu sich diese Weltwirtschaftskrise auswächst. Das sie das “end of the world as we know it” darstellt, halte ich für nicht unmöglich, aber doch höchst unwahrscheinlich. Es wird wohl auch noch nicht der Untergang der derzeitigen Hochkultur sein.

Gut, ich denke, das reicht für diese Woche ;)

  1. scrollen bis “Die Alternative von Keynes”

Wenn die Werbung nervt,

nimm doch einfach Firefox mit AdblockPlus

Apple.

Apple ist wohl die Marke, die ich seit Jahren am aufmerksamsten verfolge - von der ich aber dennoch noch nie selbst ein Produkt erwarb. Klingt paradox. Ist es das?

Wie kam es dazu, dass ich auf Apple aufmerksam wurde? Anfang - Mitte der Neunziger, ca. 1992 meinten meine Eltern, dass es doch mal an der Zeit wäre sich einen Computer für den häuslichen Gebrauch ( == Briefe schreiben ) zu zu legen. Vermutlich beeinflusst von guten Freunden (ich weiß es nicht genau und bin zu faul es genau zu recherchieren, da es nicht so entscheidend ist) entschieden sie sich damals für einen  “Apple Macintosh”. Ja, man sprach damals bei uns tatsächlich von Macintosh und nicht von Mac, was ich jetzt - wenn ich einen blassen Schimmer hätte - einfach auf die 90er schieben könnte. Ist aber auch egal.
Weiterlesen von ‘Apple.’

Yes, Minister!

… ist eine höchst lustige Sitcom, wie ich finde. Wenn das eine Sitcom ist, ich kenn mich da nicht so aus. Ist jedenfalls aus den 80ern des vergangenen Jahrhunderts und noch dazu aus GB.

Also wenn man mal wieder Zeit haben sollte, gucken!

Wikipedia: Yes Minister
YouTube: Yes Minister
BBC: Yes Minister

Die Welt und ich (12): Magenschmerzen

Keine Sorge, meine Magenschmerzen sind nicht zu schlimm, sie sind in erster Linie metaphorisch. Wieso? Wie sich das äußert? Darauf will ich in der ersten Ausgabe dieses Geschreibsels im neuen Jahr eingehen. In gewisser Weise kein Wochenrückblick.

Lange keine Ausgabe dieser “Kolumne”, hm? Zunächst hatte ich keine Zeit, dann am darauffolgenden Sonntag keine Lust und in der Zeit danach gab es diese technischen Probleme, die einfach nur ein Jammer sind. Wenn wenigstens die Domain txtblog.tk hundertprozentig das tun würde, was ich von ihr erwarte: Aber nein, setzt man ein www davor, bekommt man nur Fehlermeldungen - und für eine endlose Analyse fehlt mir derzeit leider die Zeit. Überhaupt: Warum kann ein Provider, den man bezahlt, nicht die Leistung einer vernünftigen Uptime bieten? Donnerstag funktionierte “txtblog.de” mal wieder kurzzeitig, ich erträumte mir schon die Rolle rückwärts, den Wechsel zurück.

Aber lassen wir diese technischen Probleme. Sie führen dazu, das man andere Probleme kaum wahrnimmt, da man keine unbeschränkte Aufmerksamkeit hat. Und man sollte versuchen, Probleme wahrzunehmen, so frustrierend das auch sein mag. Jedenfalls ist das meine Ansicht.

Weiterlesen von ‘Die Welt und ich (12): Magenschmerzen’

Occupation 101 - Eine Dokumentation über die Verhältnisse in Palästina

Wer ein wenig Zeit hat, sollte sich diese Doku ansehen, die offensichtlich nicht von der Hamas verfasst oder gesponsert wurde, aber dennoch kritisch über das Vorgehen Israels in der “Vorkriegszeit” berichtet.

Occupation 101 bei Google Video
Webseite zur Doku

Back to the roots - Unfreiwillig

Da txtblog.de nun seit Tagen nicht erreichbar war/ist, habe ich es auf mich genommen, die Seite wieder auf die zuletzt nur als Weiterleitung fungierende Adresse txtblog.tk umzulegen. Host ist (immerhin kurzfristig) wieder funpic.de (Sorry für die Werbung..) - txtblog ist also wieder bei dem Hoster, auf dem es zu erst lag. Back to the roots, sozusagen.

Wie es weiter geht, wird man sehen ;)

Stop this war!

Es ist Krieg, wie immer. Es ist ja immer irgendwo Krieg. Viele Kriege werden von dem, was man hierzulande Weltöffentlichkeit nennt, sträflicherweise zu wenig beachtet. Momentan sehr stark in den Medien repräsentiert: Israels Krieg in Gaza.

Wie die Überschrift verrät, bin ich auch gegen diesen Krieg, ich beziehe Stellung, auch wenn es nicht sinnvoll sein mag: Krieg ist nun mal - aber das will ja wohl nicht in die Köpfe - nicht ultima ratio, sondern ultima irratio. Da ist es zuallererst mal unerheblich, wer den Krieg begonnen, was aufgrund der Dauer des Konfliktes ohnehin kaum noch festzustellen ist. Weiterlesen von ‘Stop this war!’